Herzlich Willkommen in der Gemeinde Süstedt

"Mehr as´n Kaff – kiek mol rin"

Dies ist das Motto der Gemeinde Süstedt, denn ein Besuch lohnt sich.

Süstedt liegt sehr reizvoll am Rand der Syker Vorgeest und ist eine liebenswerte Gemeinde mit landestypischer bäuerlicher Struktur und Lebensweise. Intakte alte Bauernhöfe wechseln sich ab mit aufgegebenen Resthöfen, die darauf warten restauriert zu werden und solchen, die bereits den Eigentümern als prächtige Landwohnsitze mit viel Platz für Familie, Pferd, Hund und Katze dienen.

Mehr als zwei Dutzend gut erhaltene und sanierte Baudenkmäler sind in der Gemeinde zu finden. Dazu gehört auch die im Jahr 1880 als Getreidemühle erbaute Noltesche Wassermühle, die noch bis 1996 zum privaten Schrotmahlen genutzt wurde. 1999 erfolgte die Restaurierung der Mühle, in der man sich heute trauen lassen kann. Der Saal der benachbarten historischen Scheune lädt zum Feiern ein.

Süstedt liegt im nördlichen Bereich des Landkreises Diepholz ca. 30 km von Bremen und 15 km von Syke entfernt. Die Entfernung zur Kreisstadt Diepholz beträgt 50 km.

Durch günstige Verkehrsanbindungen ist man mit dem Schnellbus innerhalb von ca. 30 Minuten in Bremen.

Die Gemeinde Süstedt mit den Ortsteilen Ochtmannien, Süstedt und Uenzen ist seit 1974 Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Insgesamt leben auf einer Fläche von rund 37 qkm ca. 1.500 Einwohner.

Die Gemeinde zeichnet sich durch eine gesunde Infrastruktur aus. Ein reges Vereinsleben signalisiert in jedem Ortsteil ein lebendiges dörfliches Miteinander.

Weiteres Wissenswertes über die Gemeinde finden Sie unter den nebenstehend aufgeführten Links.

Die Ortsgeschichte

Der Name Süstedt bedeutet laut Heimatforscher eine Stelle, die ursprünglich zum Schweinehüten diente. Der Wortteil „Sü“ leitet sich von dem mittelniederdeutschen Wort su/suge/soge = Sau ab.
Da der alte Name des Dorfes Sustedte war, sind andere Heimatforscher der Auffassung, dass durch den Wortteil "Su" ein Hinweis auf Wasser, Sumpf etc. gegeben wird.
Für diese Erklärung spricht, dass Schweine auch in den benachbarten Dörfern gehütet wurden, diese also auch hätten Süstedt heißen können. Der Hinweis auf Wasser und Sumpf könnte auch auf eine Verbindung zum Quellgebiet des Süstedter Baches schließen, denn dieses ist sehr feucht und sumpfig.

Wann der Ort Süstedt gegründet wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist aber die erste gekannte urkundliche Erwähnung Süstedts. In einem Vertrag aus dem Jahr 1211, den Graf Moritz zu Oldenburg mit der Äbtissin Beatrix des Klosters zu Bassum schließt, wird auch Süstedt genannt. In diesem Vertrag wurde festgelegt, dass Graf Moritz zu Oldenburg einige seiner Liegenschaften dem Kloster Bassum verkaufte. Dadurch gelangte das Kloster an die Einnahmen, die diese Liegenschaften erzielten.

Im Mai 1877 ist der Ortsteil Süstedt von einem großen Brand heimgesucht worden, der große Teile des Ortes zerstörte.

Uenzen wurde erstmalig 1231 im Hoyaer Urkundenbuch erwähnt. Die Bassumer Äbtissin Elisabeth schenkte dem Kloster Bassum den Zenten von Uenzen, damals noch Untense genannt.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts hatten die Grafen von Hoya, die von Ahlde und das Kloster Heiligenberg Besitzungen in Uenzen, die im Laufe der Zeit der Landesherrschaft übertragen wurden.

Für die Herkunft des Namens „Untense“ gibt es zwei Versionen:
1) Uenzen liegt zwischen Geest und Bruch, der Höhenunterschied beträgt 45 m. An den Quellen am Fuße der Geest siedelten sich die ersten Menschen an. Dieser tief gelegene Ort wurde im Gegensatz zur höher gelegenen Ebene "Untense" genannt, also unten, wo das höhere Land aufhört und die Tiefebene beginnt.
2) Diese zweite Version besagt, dass der Ortsname auf einen Personennahmen wie "Undo" zurückzuführen ist. Er könnte der Führer der ersten Ansiedler sein.

Am 26.02.1836 entstand durch einen Blitzschlag ein Feuer, dass sechs Höfe und die 1827 erbaute Uenzer Schule in Schutt und Asche legte.

Am 06.06.1900 wurde die Kleinbahnstrecke Hoya-Syke eingeweiht. In Uenzen verläuft die Bahnstrecke ca. 3 km am hohen Geestrand entlang. Mitten im Dorf liegt der Schienenstrang. Diese Ortsdurchfahrt ist die letzte ihrer Art in ganz Niedersachsen. Erst nach Gründung der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya erfolgte in den 60er Jahren die Umstellung der Schmalspur auf normale Schienenbreite. Heute kann man die Strecke mit dem Kaffkieker erleben.

Ochtmannien wurde 1250 erstmals im Hoyaer Urkundenbuch erwähnt. Damals wurde Ochtmannien noch Ochtmund by Brochusen genannt. 1724 erfolgt die älteste Aufzeichnung über die Schule in Ochtmanje.

Im Jahr 1859 erfolgte die Bildung der Gemeinde Ochtmannien.

Die Deutung des Namens Ochtmannien fällt selbst den bekannten Heimatforschern schwer. Hat der Hof eines Ochtmans den Stammhof des Ortes gebildet? Birgt der Name eine alte Gewässerbezeichnung in sich? Dafür scheint die erste Silbe des Namens zu sprechen, denn „Ocht“ wird von der Forschung für ein vorgermanisches Wasserwort gehalten. Eine weitere Vermutung klingt glaubwürdig. Der Ortsname Ochtmannien könnte von Achtmann hergeleitet sein. Waren doch 1250 acht Bauernstellen vorhanden.

Das Wappen der Gemeinde Süstedt

Das Wappen der Gemeinde Süstedt zeigt: "Unter achtfach von Blau und Silber geständertem Schildhaupt gespalten von Gold und Grün; vorn ein schwarzer Pflug, hinten ein goldener Eichenzweig mit drei Blättern und zwei Eicheln".

Am 01. März 1974 wurde aus 23 ehemaligen selbständigen Gemeinden die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gebildet und in sechs Mitgliedsgemeinden gegliedert. Eine dieser Mitgliedsgemeinden ist die Gemeinde Süstedt, zu deren Gemeindeverband die Ortschaften Süstedt, Ochtmannien und Uenzen gehören.

Alle drei Orte gehörten in früheren Zeiten zu den Bruchhauser Gütern. Die Grafen von Bruchhausen führten in ihrem Wappen das sogenannte „verschobene Bruchhauser Kreuz“. In ihren Siegeln führten die Hoyaer nach 1372 neben den Bärentatzen oft auch das Bruchhauser Kreuz. Zur Erinnerung an die Zeit der Zugehörigkeit der drei Orte zu den Grafschaften Bruchhausen und Hoya wurde in das Schildhaupt das „verschobene Bruchhauser Kreuz“ aufgenommen.

Die Gemeinde Süstedt liegt am östlichen Rand einer Geestplatte, die als „Syker Geest“ bezeichnet wird. Weite Flächen dieses Geestgebietes waren in früheren Jahrhunderten mit Heide bestanden. Die Flurnamen Ortheide und Kurzeheide deuten noch heute darauf hin. Mit dem Aufkommen des Kunstdüngers konnten die Geestflächen unter den Pflug und damit die Landwirtschaft erheblich ausgeweitet werden. Noch heute ist die Gemeinde Süstedt mit den Ortsteilen fast ausschließlich landwirtschaftlich strukturiert. Im Wappen wird das durch den Pflug zum Ausdruck gebracht.

Moore und ausgedehnte Bruchgebiete bedecken den nordöstlichen Teil der Süstedter Feldmark. Hier gibt es das Uenzer Moor, das Uenzer Bruch und das Süstedter Bruch. Entwässert werden diese Feuchtgebiete durch den Süstedter Bach, die Eiter, den Meliorationskanal und viele kleinere Gräben. In diesem Bereich der Feldmark befinden sich Wiesen und Weiden sowie größere Laubholzbestände zwischen dem Meliorationskanal und dem Geestrand. Der Eichenzweig im Wappen soll hinweisen auf die Laubholzbestände, aber auch auf die Eichengruppen rings um die einzelnen Gehöfte. Gleichzeitig soll mit dem Eichenzweig und den drei Blättern symbolisiert werden, dass die Gemeinde Süstedt aus drei Ortsteilen besteht, die über die Jahre zu einer kommunalen Einheit zusammengewachsen sind.